Tarifvertrag verdi verkauf

Der Streik ist Teil des Vorstoßes von Verdi, die Verhandlungen mit dem Online-Handelsriesen über einen Tarifvertrag für “gute und gesunde Arbeit” abzuschließen. Die Vereinbarung sieht vor, dass 2018 rund 130.000 Mitarbeiter der Deutschen Post eine Gehaltserhöhung erhalten. Rund 60.000 Arbeitnehmer können ab dem 1. März 2018 auch variable Löhne in festes Gehalt umwandeln, teilte das Unternehmen mit. Nach der Umsetzung läuft das Abkommen bis zum 31. Mai 2020. Die Wut und Empörung vieler Arbeitnehmer ist daher völlig gerechtfertigt. Es ist jedoch notwendig, bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen. Vor allem muss der Tarifvertrag im Kontext umfassenderer politischer Entwicklungen gesehen werden. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten in den Amazon-Werken zum Streik aufgerufen. Arbeitnehmer, die auf bessere Löhne drängen, haben den Arbeitsstopp zeitlich mit einem großen Verkaufstag für den Online-Händler zusammenfallen lassen. Die Gewerkschaft Verdi rief zum 48-stündigen Streik auf, um die Tarifverhandlungen mit dem Einzelhandelsriesen “zu beschleunigen”. Die Gewerkschaft strebt seit langem einen Tarifvertrag für deutsche Amazon-Beschäftigte an.

Verdi drängt seit mehr als sechs Jahren auf bessere Löhne für die Beschäftigten im Unternehmen. Die Gewerkschaft will auch einen Tarifvertrag, wie es im Einzel- und Versandhandel üblich ist. Verdi forderte zudem, tariflich verbindliche Tarifverträge im einzelhandel zu machen. Wie üblich will Verdi den Ausverkaufsvertrag mit einer Lügen-Medienkampagne durchsetzen und gleichzeitig gegen den Widerstand der Mitglieder durch die Annahme rammen. Alle Medien verbreiten Propaganda über eine Lohnerhöhung von 8 Prozent für die Arbeiter. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach von einem “spektakulären Erfolg” und sprach von einer der besten Vereinbarungen, die Verdi je getroffen habe. Der Versuch, das Streikrecht mit dem neuen Abkommen auszusetzen, kann nicht toleriert werden. Das Grundrecht auf Streik hat Vorrang vor dem Tarifabschluss. Die aktuellen Tarifverträge stehen zum Download zur Verfügung: Die Unzufriedenheit mit dem neuen Tarifvertrag für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in deutschlandeingebundenen Arbeitnehmern ist groß.

Internetforen und Chat-Gruppen sind voll von wütenden Kommentaren und Äußerungen von Arbeitnehmern, die ihren Rücktritt aus der Gewerkschaft der Vereinigten Dienste (Verdi) ankündigen. “Ein allgemein verbindlicher Tarifvertrag würde dann auch für Amazon gelten”, sagte Akman. Das deutsche Arbeitsrecht verpflichtet keinen Arbeitgeber/Reeder, Tarifverträge auf Arbeitnehmer an Bord seiner Schiffe unter deutscher Flagge anzuwenden. Die Tarifverträge in der deutschen Schifffahrtsbranche (Manteltarifvertrag See und Heuertarifvertrag See) gelten nur, wenn: Amazon hat solche Forderungen zurückgewiesen und darauf bestanden, dass es auch ohne Tarifverhandlungen ein “fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber” sei und die Löhne, die es zahle, am oberen Ende des Einzel- und Versandhandels seien.